+++ 2020-09-20 12:01 : Neuer PITCAST online – Le Mans um die Mittagszeit. Mit Alex Wurz, Bruno Spengler, Rob Leupen, Kévin Estre und René Binder am Mikro +++ 2020-09-20 09:18 : Neuer Podcast WHEELIE online – gibt's heute das geilste MotoGP-Rennen der Geschichte? Und warum? Mit Marcel Schrötter und Tom Lüthi +++ 2020-09-20 08:56 : Neuer PITCAST online – Morgenlage aus Le Mans, muss Toyota zittern, wo ist der führende LMP2 geblieben? Mit Rob Leupen und Job van Uitert +++
BACK

15.09.2020

Le Mans aujourd'hui: das Coronakonzept


Asterix ist zurück. Aber anders als gedacht. Eigentlich wollten die Le Mans-Veranstalter die Tradition der unabhängigen Dörfer für ihr 24-Stundenrennen aufleben lassen, um so einzelne Zuschauerbereiche zu in sich geschlossenen Einheiten aufzuteilen und abzuschotten. Doch weil gerade das Departement Sarthe sich als ein neues Massenausbruchszentrum für Covid-19 herauskristallisiert hat, mussten die ACO-Verantwortlichen davon Abstand nehmen – und Fans doch noch aussperren, entgegen den erklären ursprünglichen Willen.

Stattdessen gibt’s nun die andere Asterix-Variante: den großen Graben. Denn um die Sicherheitsabstände zu wahren, wird das Areal der Rennstrecke in zwei Zonen eingeteilt: eine innerhalb und eine außerhalb jenes Bereichs, der von der permanenten Rennstrecke „Circuit Bugatti“ eingefasst wird. Man darf die Zonengrenze nicht passieren, auch Kommunikation ist grenzüberschreitend nur sehr eingeschränkt möglich.

Diese Zonengrenze ergänzt das schon aus anderen FIA-Rennserien bekannte Konzept der sogenannten „Blasen“, in die sich die Teams aufteilen und die sie nicht verlassen sollen. Und innerhalb des Bugatti-Circuit gibt es auch noch weitere Unterteilungen, so dürfen Journalisten etwa nicht ins Fahrerlager – was ihre Anwesenheit in Le Mans dann ohnehin ganz überflüssig macht.

Auch zwischen diesen einzelnen Warfen und Bereichen innerhalb des Bugatti-Circuit darf man sich weder bewegen noch austauschen. Wer was Übergreifendes zu besprechen hat, muss das per Videokonferenz oder Mobiltelefon tun.

Um überhaupt auf die Anlage zu kommen, muss man einen negativen PCR-Test vorweisen können. Zusätzlich wird Fieber gemessen, wenn man reinkommt. Sowohl innen in den Gebäuden wie auch draußen muss man Munasken tragen.

Für die fünf Tage, welche die Veranstaltung insgesamt dauert, greift zudem ein Vertrag mit besonderer Vorzugsbehandlung zwischen dem ACO und einem Coronaschnelltestlabor.


Teile diesen Beitrag

Das könnte auch interessant sein:

  • 18.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Porsche-Pogo

    Es herrscht Rennbetrieb: Mit über 300 km/h eilt der Porsche 911 RSR über die Landstraße D338 von Le Mans in Richtung Tours. In den zwei Schikanen, die im Alltag gesperrt und ein be…
  • 15.09.2020

    DTM-Zukunft: Das ist die Lösung

    Ist das der Durchbruch? Beim großen Experten-Videotalk auf dem YouTube-Channel der Zeitschrift haben die Experten Lucas Luhr und Timo Rumpfkeil im Gespräch mit Verleger Norbert Ock…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Die fehlende Fahrerparade

    Tagsüber rollen wild getunte Autos über Campingplätze und Verbindungstraßen, die von Fans gesäumt sind. Jeder Burnout wird von tosendem Applaus begleitet. Der „Le-Mans-Feiertag“, d…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Der fehlende Vortest

    Der eintägige Test zwei Wochen vor dem Rennen gehört traditionell zum Event der 24 Stunden von Le Mans. Es ist die einzige Möglichkeit für Hersteller und Reifenpartner, Teams und F…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Der frühe Start

    Die 24 Stunden von Le Mans starten 2020 im Gegensatz zu den Vorjahren bereits um 14:30 Uhr Ortszeit. Hintergrund ist unter anderem die finale Etappe der Tour de France: Die große F…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Der kompakte Zeitplan

    Die 24 Stunden von Le Mans weichen in diesem Jahr von ihrem bewährten Zeitschema ab. Die Trainings, die in zurückliegenden Jahren immer gepaart mit den Qualifyings am Mittwoch und …
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Die fehlenden Fans

    Die 24 Stunden von Le Mans rangieren in der Gunst der Motorsportfans weit oben. Jahr für Jahr verfolgen rund 250.000 Menschen die Veranstaltung vor Ort. Die Hauptstadt des französi…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Die fliegenden Pollen

    Tränende Augen, triefende Nasen und stets griffbereite Medizin gehören im Juni im Fahrerlager von Le Mans zum gewohnten Bild: Zahlreiche Fahrer, Teammitglieder und Fans leiden unte…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Die tiefe Sonne

    In den Tag-Nacht-Übergängen haben die Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans oftmals mit schwierigen Sichtverhältnissen zu kämpfen. Beim Sonnenuntergang am Samstagabend blendet das …
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Das hohe Tempo

    Die lange Nacht bedingt eine längere Phase mit kühleren Asphalt- und Lufttemperaturen. Dies hat zur Folge, dass die Motoren der beiden rund 515 PS starken Porsche 911 RSR länger im…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Der zu erwartende Regen

    Die Wetterstatistiken der zurückliegenden 30 Jahre zeigen, dass sich die Höchst- und Tiefsttemperaturen bei Tag und Nacht zwischen Juni und September kaum unterscheiden. Allerdings…
  • 15.09.2020

    Le Mans aujourd'hui: Die weichen Reifen

    Die kühleren Werte in der Nacht haben zusätzlich den Vorteil, dass die weiche Mischung der Michelin-Reifen über einen längeren Zeitraum verwendet werden kann. Diese Variante bietet…
2020 – BILD-PUNKTE LAREUS.MEDIA