+++ 2024-08-29 19:14 : Blog – warum will niemand Mick Schumacher? +++ 2024-08-18 11:14 : Blog – der unsinnigste Vergleich des Jahres +++ 2024-08-08 17:24 : Podcast – Erinnerungen an Speedwaystar Tommy Dunker. Interview von Norbert Ockenga mit Weggefährte und Rivale André Pollehn +++
BACK

26.05.2022

Highway to Green Hell: das Top-Qualifying


Die Startaufstellung fürs 24-Stundenrennen steht erst am Freitagabend gegen 20 Uhr. Dann endet das Top-Qualifying – in dem sich die schnellsten GT3-Fahrer in einer Art Einzelzeitfahren messen. Die Autos gehen mit einem zeitlichen Versatz einzeln auf die Strecke – damit sich keiner im Verkehr festfahren und hinterher klagen kann, er hätte keine freie Runde finden können, sondern sei auf seinem besten Anlauf von einem langsameren Vordermann aufgehalten worden.

Das Top-Qualifying folgt einer strengen Choreographie: Für das finale zweite Einzelzeitfahren um die Poleposition und die besten Startplätze sind nur die schnellsten Teams der Saison im Pro- und im Pro-Am-Lager zugelassen. Die Qualifikation erfolgt nach einem komplexen Procedere, das aber eigentlich auf einer ganz einfachen Regel beruht: Die Schnellsten Teams der Vorläufe in der Nürburgring-Langstreckenserie und bei den zwei Qualifikationsrennen schaffen den Direkteinzug ins Top-Qualifying 2.

Alle weiteren GT3-Teams müssen sich im ersten Top-Qualifying, das am Freitag direkt vor dem entscheidenden Zeitfahren ausgetragen wird, um die verbleibenden Plätze balgen. 15 Teams haben es bei diesem Verfahren in diesem Jahr bereits ins entscheidende Top-Qualifying 2 geschafft. Weitere 21 dürfen es im Top-Qualifying 1 versuchen.

Für die entscheidende Zeitenjagd sind nach den NLS- und Qualirennen nur noch vier Startplätze überhaupt zu vergeben. Unter den 21 Teams, die sich über Q1 fürs ausschlaggebende Q2 qualifizieren müssen, sind einige namhafte Teilnehmer – etwa ein BMW von Rowe Racing, dem Siegerteam von vor zwei Jahren, beide Schnabl-Porsche 911, zwei von drei Phoenix-Audi R8, ein Walkenhorst- und ein Schubert-BMW, ein Haupt-Mercedes und beide Dinamic- sowie der einzige KCMG-Porsche.

Wer es nicht in Q2 schafft, startet zwar immer noch in der ersten Startgruppe. Von denen gibt es nämlich drei, die am Sonnabend um 16 Uhr gestaffelt auf die Reise geschickt werden – wegen des großen Starterfeldes von knapp 200 Autos ist das nicht anders möglich. Die langsamsten Autos der dritten Gruppe werden im Rennen schon nach der zweiten Runde von den schnellsten GT3-Fahrern überrundet werden.

Der Einzug in Q2 und ein Startplatz möglichst weit vorn ist für die Renndramaturgie aber vorentscheidend. Denn nur wer vorn mitschwimmen kann, wird nicht von den unweigerlich kommenden Code 60-Stellen – also verkehrsberuhigte Zonen an Unfallstellen – auf dem falschen Fuß erwischt und vom Verfolgerfeld abgeklemmt. Es gilt die Faustformel: Wer ein Mal mehr als eine Minute Rückstand auf den Führenden gefangen hat, der hat keine Siegchance mehr. Obwohl das Rennen 24 Stunden dauert.

Das Top-Qualifiying 2 am Freitagabend zur Prime Time ist also derart wichtig, dass schon das vorgeschaltete TQ1 mit seinen vier Fahrkarten für TQ2 zu einem Thriller wird.


Teile diesen Beitrag

Das könnte auch interessant sein:

  • 12.03.2026

    Nahost-Entscheidung am 20. März

    Am Samstag sind alle schlauer. Denn es geht von derjenigen Strecke, auf der das Rückgewinnen von Energie zum Aufladen der Akkus am schwersten fällt, auf jene, auf der man mit am be…
  • 10.03.2026

    Die lange Nacht der Stars

    Sogar der Weltmeister gibt sich die Ehre. Wenn bahndienst.com und Inn-Isar-Racing am Mittwochabend im Studio Bayern zum großen Eisspeedway-Talkabend laden – dann kommt selbst Marti…
  • 04.03.2026

    Kuriose neue Welt

    Die Zahl hängt wie ein Damoklesschwert über der Box. Sollte Ferrari am Sonntag in Melbourne den Formel 1-Saisonauftakt nicht gewinnen – dann hätte das automatisch zur Folge, dass m…
  • 12.02.2026

    Vater-Tag

    Ein blondes Teenie-Mädchen läutet einen Generations- und Paradigmenwechsel in der Formel 1 ein. Dabei ist Ella Häkkinen doch nur die jüngste Vertreterin von dominant vererbten Gene…
  • 17.12.2025

    Die Dakar ruft

    Bald geht’s ja schon wieder los. Die Zeit ohne Motorsport hat in diesem Winter bereits am 3. Januar ihr Ende. Denn dann beginnt in Saudi-Arabien wieder die Rallye Dakar – der größt…
  • 06.12.2025

    Bühne frei auf der Intermot

    Gemeinsam am stärksten. Das steht auf einer der großen Messewände auf dem Stand der Hertrampf Motocity. Dazu die Logos von PITWALK, Two-Worx und bahndienst.com. Denn die vier Marke…
  • 04.12.2025

    Die Rechengenies

    Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen. So hat Helmut Kohl einen Spruch von August Bebel für seine Zwecke umgedichtet. Und so passt dieselbe Weisheit auch…
  • 25.11.2025

    So feiern wir Jubiläum

    Hallo lieber PITWALK-Freund, Sie kennen das ja schon – auch vor Drucklegung der Jubiläumsausgabe zeigen wir Ihnen als besonders treuen Lesern unserer Zeitschrift vorab exklusiv, a…
  • 23.11.2025

    Einladung zum Jubiläum

    Hallo lieber PITWALK-Freund, die nächste Ausgabe von Deutschlands größter Motorsportzeitschrift ist etwas ganz Besonderes: PITWALK feiert sein 15-jähriges Bestehen. Unglaublich – …
  • 06.11.2025

    Schnitzel-Jagd

    Man hätte gewarnt sein können. Auf dem Weg zur Toilette im Restaurant „Plachutta“ in Wien hängt eine Galerie mit lauter Promis, die dort schon gegessen haben. Darunter echte Stars …
  • 24.10.2025

    Lachhaft!

    Die Rechnung ist ziemlich einfach: Noch kann Max Verstappen nicht aus eigener Kraft Weltmeister werden. Sollte der Niederländer in der verbleibenden Saison alle Sprints und Grands …
  • 16.10.2025

    Fremdgänger

    Plötzlich wollen alle fremdgehen. Mick Schumacher zieht es in die IndyCar, Kalle Rovanperä möchte sich über die japanische Super Formula-Serie in die Formel 1 hochdienen. Die News …
2026 – BILD-PUNKTE LAREUS.MEDIA