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21.12.2022

Frohes Fest für Journalisten


Die Rallye Dakar ist alljährlich einer der unumschränkten Höhepunkte der Saison. Vor allem, wenn man als Journalist den direkten Vergleich zu anderen Motorsportsparten ziehen kann. Denn dann wird einem erst recht klar, um wie viel anders die Aktiven sind.

Das wurde auch bei der Recherche für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift PITWALK wieder deutlich. Da nämlich galt es, einen besonderen Blick auf die Motorradwertung der Rallye Dakar zu werfen. Tenor der Geschichte: Wie bereiten die Biker sich auf das größte und auch gefährlichste Abenteuer des Motorsports vor, wo sie doch – anders als in normalen Sparten – das Jahr über nicht ständig als Team zusammenglucken, sondern in alle Winde und auf alle Kontinente verstreut sind?

Die Recherche führte telefonisch in der Tat auf verschiedene Kontinente: Toby Price erreichte man in Australien, die Gebrüder Kevin und Luciano Benavides in Argentinien, Skyler Howes in Utah in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit Australiern zu arbeiten – oder auch einfach nur zu sprechen – ist sowieso immer ein Volksfest. Es gibt keinen cooleren, aber gleichzeitig freundlicheren und zuverlässigeren Menschenschlag als die Bewohner des Fünften Kontinents. Toby Price, den sie aus gutem Grund Das Tier nennen, bildet da keine Ausnahme. Allein für die Aussagen des zotteligen KTM-Fahrers zu Ernährung, Fitnesstraining und den Rallyes in Australien wird es sich lohnen, die neue Ausgabe der Zeitschrift PITWALK gründlich zu studieren.

Aber auch die Schilderungen von Skyler Howes – vor zwei Jahren noch Privatier, jetzt Husqvarna-Werksfahrer mit echten Siegchancen – über die Besonderheiten von Rallyes, die er während des Sommers absolviert hat, gewähren spannende Einblicke in Facetten des Sports, die so im deutschsprachigen Raum bislang nur echten Insidern bekannt sind. Und was vor allem Luciano Benavides über die Rolle von Psyche und mentaler Stärke bei einer taffen Veranstaltung wie der Dakar zu sagen hat, zeigt: Die Motorradfahrer sind zwar harte Kerle und manchmal echte Raubeine – aber auch zartbesaitete Seelen, die viel Einfühlungsvermögen verlangen. Motorradsport ist immer auch zu großen Teilen Kopfsache – dieser Schnack bewahrheitet sich bei der Lektüre der Weihnachtsausgabe von PITWALK ein Mal mehr.

Besonders auffällig ist bei jeder Dakar-Recherche, mit welcher Offenheit und Auskunftsfreude die Fahrer über ihren Sport reden. Auch über Details und Insiderwissen, das in anderen Sparten geheim gehalten oder von vielen Anderen als zu kompliziert erachtet werden, als dass man sie mit Journalisten teilt. Oder nur dann mit Pressevertretern drüber spricht, wenn man genau weiß: Der Schreiberling oder Fernsehfritze weiß sehr genau, wie der Sport funktioniert.

Gerade in der Formel 1 dauert es mehrere Jahre, bis sich solch' ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat; bis der Gegenüber aus dem Fahrerlager weiß, dass der Journalist sich als würdiger und kompetenter Gesprächspartner mit ausreichend Sachverstand erweist. Erst dann kriegt man als Medienvertreter jene Informationen, aus denen hervorgeht, was wirklich vor sich geht in der Königsklasse.

Aus den meisten Dakar-Teilnehmern sprudelt es dagegen schon nach ein paar Minuten Unterhaltung nur so heraus. Sobald sie spüren, dass echtes Interesse da ist, erklären sie geduldig so viel und überbrücken auch Wissenslücken, dass ihr Sport in all' seinen teils schwierigen, aber immer faszinierenden Facetten verständlich wird.

Natürlich gibt's auch bei der Dakar Ausnahmen, notabene Carlos Sainz, der auf intensive Nachfragen traditionell extrem übellaunig reagiert. Doch die meisten Dakar-Aktiven sind Helden zum Anfassen, mit großem Faszinations- und Identifikationspotenzial. Man merkt in jedem Satz, wie sie für ihren Sport brennen, mit wie viel Leidenschaft sie ihn betreiben – und wie gern sie möchten, dass auch Außenstehende möglichst viel von der Faszination Marathonrallye und dem Mythos Dakar mitkriegen und verstehen.

Wenn der Begriff, dass jemand einen in seine Welt mitnehmen möchte, auf irgendwen und irgendwas zutrifft – dann auf die Rallye Dakar mit all' ihren so unterschiedlichen, aber doch gleichermaßen faszinierenden Charakterdarstellern.

Darum wird man ein Mal pro Jahr von einer Sportart in ihren Bann gezogen, die sonst beharrlich unter dem Radar fliegt. Die Rückmeldungen von Euch, unseren Lesern und Usern, zeigen: Euch geht's ganz genauso.

Deswegen macht es alljährlich aufs Neue wieder so unheimlichen Spaß, sich mit der Rallye Dakar zu befassen. Auch wenn der Tag der Telefonate mit Übersee im Morgengrauen begann und abends um 22 Uhr noch immer nicht zuende war – den Zeitverschiebungen auf die verschiedenen Kontinente sei Dank.

Es sind Tage wie diese, die einem vor Augen führen, was für einen Traumjob man als Motorsportjournalist innehat.

Das Resultat – eine 12 Seiten lange Geschichte mit intensiven Einsichten und spannenden Erklärungen, aber auch kernigen und lustigen Aussagen – ist eines der Highlights der neuen Ausgabe der Zeitschrift PITWALK. Das 180 Seiten starke Werk wird gerade gedruckt und, so die Post will, noch vor Weihnachten an alle Abonnenten und Vorabbesteller ausgeliefert.

Mehr Informationen findet Ihr hier https://www.pitwalk.de/pitblog/revolution-zu-weihnachten, hier https://www.pitwalk.de/pitblog/in-der-weihnachtsschreiberei und hier https://shop.pitwalk.de/magazin/110/ausgabe-70?c=6.

Der Vorverkauf ist schön eröffnet und in vollem Schwange. Wer sein Heft für 9,80 Euro plus Porto bestellen möchte, kann das über https://shop.pitwalk.de/magazin/110/ausgabe-70?c=6 oder mit einer einfachen E-Mail an shop@pitwalk.de tun.

Es lohnt sich! Gerade über Weihnachten, wenn die Stille Nacht zu leise wird – und vielleicht sogar als Geschenk für einen Verwandten oder Freund mit Benzin im Blut.


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