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05.01.2022

Bangen um Sunderland


Die Physiotherapeuten von KTM sind in Sorge. Kriegen sie Sam Sunderland bis zur Donnerstagsetappe wieder fit?

Der Engländer, der auf seiner Gas Gas – einer Schwestermaschine zur KTM 450 Rally – seit zwei Tagen die Gesamtwertung der Rallye Dakar in der Motorradklasse anführt, ist am Mittwoch, auf der längsten Etappe der Rallye, bei Kilometer 120 schwer gestürzt.

Sunderland leidet unter einem komplett steifen Genick und schweren Rückenschmerzen. Die Physiotherapeuten machten direkt nach der Ankunft des Ex-Gesamtsiegers eine erste Einheit. Dann legte der Brite, der in Dubai wohnt, sich sofort schlafen, abends folgte eine weitere Behandlungsstunde bei den Krankengymnasten und Betreuern – und für den Donnerstagmorgen gegen vier Uhr, kurz vor der Abfahrt aus dem Biwak auf die Verbindungsetappe, soll Sunderland noch ein drittes Mal bei den Physios vorsprechen.

Die Medizinalräte von KTM meinen, Sunderland stehe am Donnerstag eine enorm schwierige Etappe bevor.

Auf den zirka 400 Kilometern, die dann auf dem Programm stehen, trennen sich erstmals in diesem Jahr die Wege von Autos und Motorrädern. Die Autos fahren am Donnerstag jene Schleife, die für die Bikes am Freitag auf dem Programm steht – und andersrum. Mit der Konsequenz, dass dieses Mal nicht nur die Motorradfahrer früh aufstehen müssen – sondern auch die Automobilisten.

„Wir hatten ihm sogar mit auf den Weg gegeben, er möge es ruhig angehen lassen“, rekapituliert sein Teamchef Glyn Hall. „Dann ist aus heiterem Himmel seine rechte hintere Radnabe gebrochen. Sie sind nirgendwo gegengefahren. Das bereitet mir Sorgen im Hinblick auf die Zuverlässigkeit. Solch einen Schaden hatten wir vorher noch nie. Er musste auf den Servicetruck warten. Am Auto ist sonst überhaupt nichts dran. So schade – er hätte den Etappensieg heute wirklich verdient gehabt.“

Das Auto kam erst am späteren Abend im Biwak an, und erst dann konnten die Südafrikaner mit der Ursachenforschung loslegen. Was wichtig ist – schließlich ist der Wagen vom gesamtführenden Nasser Al-Attiyah ein baugleiches Schwestermodell.


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