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13.09.2016

Kinners, wie die Zeit vergeht!


Als ich vorige Woche mit Frank Biela telefonierte, fiel es mir erst so richtig auf: Meine Güte, machen wir das alles schon lange. Biela erzählte mir, dass er am Wochenende nach Knockhill müsse, weil auf der schottischen Rennstrecke der 20. Jahrestag seines Titelgewinns in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft gefeiert werde.

Ich war seinerzeit selbst schon dabei, als Biela in Knockhill den Titelsack zumachten. Genau wie ich ein Jahr früher auf der Avus dabei war, als Keith O’dor im Nissan bei einem STW-Rennen tödlich verunglückte – auch eines jener Ereignisse, das im September Jahrestag hat.

Inzwischen hat sich viel getan, vom jungen Journalisten ist es über den rasenden Reporter hin zum schreibenden Verleger und Herausgeber gegangen. Entsprechend ändert sich die eigene Wahrnehmung und die eigene Aufgabenstellung im Fahrerlager – was sich bei meinem DTM-Besuch am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring gezeigt hat.

Doch auf eine Konstante ist dabei stets Verlass – auf die Freude am Rennsport. All’ das spiegelt sich auch in der Arbeit an der neuen Ausgabe von PITWALK wider, deren Inhaltsverzeichnis Sie oben sehen.

Das Heft kommt Ende nächster Woche auf den Markt, unsere Abo-Inhaber und Dauerbezieher sowie alle, die ihr Heft vorab bestellt haben, erhalten es schon Tage früher direkt nach Hause geliefert.

Die Cover-Story rund um Bernd Rosemeyer ist dafür das beste Beispiel. Der charismatische Vorkriegsrennfahrer hat mich schon von jungen Jahren an fasziniert; doch erst jetzt habe ich einen Zugang gefunden, wie ich in mir vorstelle: nicht einfach nur aus Sekundärliteratur, sondern im direkten Gespräch mit seinem Sohn und mit Menschen, denen Rosemeyer ebenfalls etwas bedeutet. So können wir Ihnen im neuen Heft exklusiv von den Plänen berichten, wie in der Heimatstadt Lingen schon ganz bald dem Andenken des berühmtesten Bürgers der emsländischen Kleinstadt gedacht werden soll.

Ken Hensley, den kreativen Kopf der mega-erfolgreichen Rockband „Uriah Heep“, lernte ich auch schon vor Jahrzehnten kennen, damals stromerte er mit einem anderen Journalisten durchs Formel 1-Fahrerlager, der ihm falsche Finanzierungszusagen für eine Formel 1-Rock-Oper gemacht hatte. Wir freundeten uns an – also Hensley und ich, nicht der Leerversprecher und ich – und gingen gemeinsam auf ein Medien-Abendessen mit Ralf Schumacher, der seinerzeit noch für Toyota fuhr. Ich wusste an jenem Abend schon, dass Timo Glock Schumachers Nachfolger bei Toyota wird, durfte das aber nicht sagen, um meinen Informanten nicht zu gefährden. Also einigten mein Informant und ich uns darauf, dass ich abends zum „Last Supper“ – dem Letzten Abendmahl – gehen würde, und nur er und ich konnten darüber lachen. Ich aber lernte dort die Motorsport-Begeisterung von Rockstar Ken Hensley kennen – die jetzt darin mündet, dass Hensley mit viel englischem Humor eine Satire über den Status Quo der Formel 1 für die neue Ausgabe von PITWALK verfasst hat.

Während die finalen Vorbereitungen auf die aktuelle Ausgabe noch liefen, bahnten sich schon Themen und Hintergründe fürs nächste Heft an. Der Spagat zwischen aktuellem Geschehen und der Historie des Rennsports macht die Arbeit daran so spannend; in manchen Fällen arbeite ich schon mit der zweiten Generation zusammen. So etwa mit Timo Rumpfkeil, dem Sohn von Peter H. Rumpfkeil, dem legendären Rennleiter und Orga-Chef der Flugplatzrennen von Diepholz. Rumpfkeil jr. ist im jetzt bald erscheinenden Heft wieder als Gastautor dabei, mit dem zweiten Teil seiner Serie darüber, welche jungen Nachwuchsfahrer das Zeug für eine Formel 1-Karriere haben.

Auch so ein Fall ist Jörg Bergmeister. Mit dem Langenfelder war ich einst zusammen in der Formel Renault-Rennfahrerschule „La Filière“ in Le Castellet, als er gerade aus der Formel König hochkam. Damals lernte ich noch seinen Vater Willi kennen, selbst erfolgreicher Tourenwagen-Fahrer in Deutschland. Über die zwei Tage in der „La Filière“ können Jörg und ich heute noch lachen, vor allem über das gefürchtete „Le Zwischengas“, das nur einer von uns beiden hingekriegt hat – raten Sie mal wer.

Jetzt tritt Porsches GT-Werksfahrer Bergmeister als Hobby-Pizzabäcker in der neuen PITWALK auf, verbunden mit einer spannenden Personality Story, die zu recherchieren und zu schreiben mir nicht nur wegen der selbstgebackenen Pizza ein besonderer Genuss war.

Die Liste dieser alten Bekannten in neuen Rollen ließe sich endlos fortsetzen. Ein Beispiel sei noch genannt: Renningenieur Frank Funke. Den lernte ich in den Neunzigern kennen, in der Formel König und der Formel Renault. Inzwischen ist er im GT-Sport, im Carrera-Cup, eine feste Größe. Er hat lange Jahre René Rast betreut, bevor er für 2016 bei Konrad Motorsport anheuerte – und war natürlich einer meiner Ansprechpartner für das große Portrait über Rast, einen der deutschen Rennfahrer mit dem meisten Potenzial.

Auch fürs nächste Heft haben wir solche Beispiele auf Lager, und wir werden wieder zwischen den Zeiten pendeln.

Aber jetzt verschaffen Sie sich mit dem Inhaltsverzeichnis da oben erst mal ein Bild über die bevorstehende Ausgabe. Wenn Sie sie schon bestellt haben, wünsche ich viel Vorfreude.

Wenn nicht, dann schicken Sie schnell eine Mail an shop@pitwalk.de oder ein Fax an die deutsche Nummer 04943/924309, oder nutzen Sie die Bestellmöglichkeit auf dieser Website – dann landen nächste Woche für 9,80 Euro plus verbilligtem Porto 180 Seiten geballte Rennsport-Faszination als Lese-Event der besonderen Art bei Ihnen im Briefkasten!


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