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12.03.2022

Gruppe C-Supercup: mehr Rennen, mehr Autos


Der Gruppe C-Supercup wird 2022 zu einer Rennserie ausgeweitet – und erhält auch Zuwachs um eine neue Fahrzeugkategorie.

Neben den klassischen Gruppe C-Boliden aller drei Generationen sind bei den beiden Rennen der Saison 2022 auch die direkten Vorgänger und Nachfolgemodelle der legendären Gruppe C zugelassen – in der neu geschaffenen Einladungsklasse C3.

In dieser C3 dürfen Langstrecken-Sportwagen der Baujahre 1982 bis 1999 starten. Die Organisatoren öffnen das Starterfeld damit auch für Boliden vom Schlage eines BMW M1, Porsche 930 oder der legendären Lancia aus der letzten Generation vor der Einführung der Gruppe C-Regeln im Jahre 1982. Und mit der Ausweitung der zugelassenen Wagen bis Baujahr 1999 sind jene spektakulären Boliden eingeladen, die nach dem Ende der Gruppe C deren Erbfolge angetreten haben. Darunter die offenen World Sports Cars wie etwa der in Le Mans siegreiche Joest-TWR-Porsche, der Ferrari 333SP oder GT1-Ikonen wie die McLaren F1 GTR, Porsche 911 GT1 und sogar die Maserati MC12.

Die Öffnung der Teilnahmemöglichkeiten solle dem Grundgedanken des Supercup Rechnung tragen, begründet Ideengeber Fritz Gebhardt. „Wir wollten nicht nur einfach eine weitere Rennserie im Historischen Motorsport schaffen – sondern eine Art rollendes Freilichtmuseum auf die Rennstrecken bringen. Die Gruppe C-Ära bleibt klar der Kern unserer Supercups. Aber um die volle Faszination der Gruppe C begreifen und auch transportieren zu können, muss man auch über beide Seiten des Tellerrandes schauen. Schließlich liegen die Wurzeln der Gruppe C in den Vorgängermodellen aus den Gruppen 5 und 6: Bevor Porsche die 956 brachte, hat Lancia seine älteren Sportprototypen für die Gruppe C umgebaut. Und auch andere Konstrukteure brachten ältere Modelle zunächst auf den Stand der neuen Regeln. Der Übergang war also fließender als vielfach angenommen. Für das Ende der Gruppe C galt dasselbe: Der offene Joest-Porsche war schließlich nichts anderes als ein TWR-Jaguar, dem man das Dach abgeflext hatte.“

Dieses Überschwappen der Epochen auf beiden Seiten der Gruppe C soll nun mit der Ausweitung des Supercupfeldes auf die Einladungsklasse C3 für die Zuschauer erlebbar gemacht werden.

Im Kern der Rennserie stehen allerdings die Kategorien C1 und C2 für die entsprechenden großen und kleineren Sportprototypen aus der WM, der IMSA und der Japanischen Gruppe C-Meisterschaft. Sämtliche Generationen dieser Klassen sind im Supercup startberechtigt. Und auch nur für die Klassen C1 und C2 gibt es einen Gesamtsiegertitel am Jahresende. Die C3-Einladungsklasse wird lediglich mit Tagessiegerlorbeeren bedacht.

Die genauen Pläne für den Supercup und vor allem zu den Änderungen des Rennformats, das sich künftig an den echten Supercup im Deutschland der späten Achtziger und frühen Neunziger anlehnt, stehen hier: https://www.pitwalk.de/pitwalk/ausgabe-65

Der Supercup kehrt vom 6. bis zum 8. Mai auf den Hockenheim-Ring in Baden-Württemberg zurück – wo er im vergangenen Spätsommer als One-off seine Feuertaufe erlebte. Dieses Jahr kommt als zweiter Lauf das Finale beim Classic GP in Assen auf der geschichtsträchtigen Strecke in den Niederlanden, unweit von Groningen und der Nordseeküste sowie der Grenze zu Ostfriesland gelegen, hinzu. In Assen gastiert der Gruppe C-Supercup vom 16. bis zum 18. September 2022.

Mehr Informationen zur Rennserie und auch zur Einschreibung stehen auf der Website http://www.groupcsupercup.com


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