13.01.2026
Es geht immer noch verrückter. Und selbst den Teamchefs fehlen die Worte zu einem absoluten Chaostag bei der Rallye Dakar 2026.
Zuerst streikt die Servopumpe, dann birst die Windschutzscheibe, sie muss sogar aus dem Rahmen getreten werden – und Henk Lategan fährt 200 Kilometer im dichten Sandsturm ohne Scheibe. Statt paniert zu werden, hält der Südafrikaner sich dennoch im Rennen – weil auch die Konkurrenz patzt. Ein Auto kriegt die Ölpest, an einem platzen drei Reifen, zwei Besatzungen verfransen sich für mehr als 20 Minuten irgendwo im Gelände – und so hält der anfangs so gebeutelte Lategan doch noch Anschluss und seine Siegchance am Leben.
Vor allem aber wächst der Kreis der Sieganwärter um einen weiteren Fahrer auf deren fünf an. Und die Dakar hat auch noch einen neuen Gesamtführenden, der dieses Jahr noch nie auf Rang 1 der Gesamtwertung aufgetaucht ist.
Im neuen Podcast mit Norbert Ockenga rekapitulieren die beiden Teamchefs Matthew Wilson von Ford und Jean-Marc Fortin von Toyota nicht nur den Chaostag – sondern machen sich auch schon mit sorgenvoller Miene Gedanken über das, was morgen am zweiten Tag der Marathonetappe wohl wieder alles schiefgehen und passieren kann.
Auf der orangenen Liege von Annett Quandt, der Sportphysiotherapeutin und Marathonrallyefahrerin von X-Raid, nimmt Guillaume de Mévius genau diesen Ball auf – und schildert, warum im Marathonrallyesport ein so ganz und gar anderer Kameradschaftsgeist und viel mehr Hilfsbereitschaft herrschen als in jeder anderen Motorsportdisziplin.