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Verzweiflungstat gegen Vettel?



Die Formel 1 legt wieder los, und schon steckt Ferrari bis über beide Ohren in den Schlagzeilen. Das neue Auto muss schon nach dem zweiten Rennen in Spielberg komplett umgebaut werden, kriegt ein völlig neues aerodynamisches Konzept.

In diesem Video erläutert PITWALK-Chefredakteur Norbert Ockenga, warum das technisch notwendig geworden ist – und warum Sebastian Vettel dennoch als großer Coronagewinner aus der Zwangspause hervorgehen kann.

Endlich gibt es wieder Bilder von echten fahrenden Formel 1-Autos, wenn auch nur von älteren. Im Falle von Ferrari macht das wenig. Denn auch der SF1000, der ab dem Wochenende in der Steiermark fahren wird, ist ja de facto schon wieder ein Youngtimer. Schließlich rangieren die Roten ihn schon ab dem dritten WM-Lauf in Budapest für ein anderes Modell aus. Damit wollen sie zweierlei erreichen: nicht die ganze Saison 2020 verlieren – und auch im Jahre 2021, wo ja wegen Covid-19 dieselben Autos wie dieses Jahr zum Einsatz kommen müssen, nicht chancenlos sein. Also ziehen sie jetzt alle Joker und kommen auf den letzten Drücker mit einem B-Modell, das allerdings irgendwie nach Verzweiflungstat riecht.

Zumal Ferrari damit einen Ritt auf einer zweischneidigen Rasierklinge wagt: Charles Leclerc soll nach dem Rauswurf von Sebastian Vettel zum neuen Liebling auserkoren werden. Doch die Auslegung des Wagens für Spielberg kommt Vettel mehr entgegen als Leclerc. Deswegen liegt in der Entscheidung, den Entwicklungsfahrplan so grundlegend zu ändern, jede Menge Zündstoff, der das Team die ganze Saison über in Atem halten kann: Eigentlich wollte Ferrari den Wagen mehr zugunsten von Leclerc ändern und auf die Fahrweise des Monegassen maßschneidern, um ihn so wieder von der realen Bedrohung durch Vettel zu entkoppeln.

Doch viel spricht dafür, dass genau dieser Plan schiefgeht – und dass Vettel am Ende der große Nutznießer des ganzen Kuddelmuddels in Maranello wird.


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