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12.06.2019

Wo sind die Pferde?


Dieser Motor ist Stein des Anstoßes bei den Privaten innerhalb der LMP1-Erstligisten: der Gibson-V8, mit dem seit Spa auch das Team von Dr. Colin Kolles unterwegs ist. In der noch aktuellen Ausgabe von PITWALK stehen ja alle Hintergründe drin, wie es byKolles zu dem Motorwechsel von Nissan zu Gibson kam.

In Le Mans kommt es jetzt zu einer Fortsetzung dieser Geschichte. Denn nach dem Vortest fiel Dr. Colin Kolles aus allen Wolken: Das Auto an sich sei ein völlig neu aufgebautes Chassis, um 20 Kilogramm leichter als jener Bolide, der in Spa zum Einsatz kam. Und im Vergleich zum Vorjahr mit einigen aerodynamischen Retuschen.

Und trotzdem war der Bolide langsamer als im Vorjahr. Kolles nahm daraufhin Einblick in die Daten seines Motors im Vergleich zu jenen Gibson GK458, mit denen die R13 aus dem Rebellion-LMP1-Team ausgerüstet sind. Dabei kam raus: Die 4,5 Liter-Sauger von Rebellion sind um 35 PS stärker als jener, mit dem byKolles fuhr. Der Teamchef aus Greding zeigte sich erzürnt. Firmenchef Bill Gibson hätte ihm zwar zugesagt, bis zum Rennwochenende auch die neueste Ausbaustufe mit dem besseren Durchzugsvermögen zu liefern – doch der war von den Gibson-Kundendienstmitarbeitern nicht für das Kolles-Team homologiert worden, darf also jetzt nicht mehr eingebaut werden.

Am Donnerstag soll es in Le Mans zu einem klärenden Gespräch zwischen Bill Gibson und Dr. Colin Kolles kommen.

Unterdessen bestätigte Dr. Kolles, dass er weiterhin mit einem eigenen Hypercar für die neuen Regeln ab 2020 plane. Und zwar ohne Hybridsystem. Denn diese Möglichkeit sieht der neue Regelkompromiss, der in der am 14.6. erscheinenden neuen Ausgabe der Zeitschrift PITWALK exklusiv enthüllt wird, vor.

byKolles wird in der nächsten Supersaison 2019/2020, die im Sommer nach Le Mans beginnt, nur sporadisch starten. Und auch ob das Hypercar danach Rennen fährt oder nur für Kunden verkauft wird, stehe laut Dr. Kolles nicht fest. Denn er stößt sich an einer drastisch erhöhten Nenngebühr von 500.000 Euro – knapp viereinhalb Mal so hoch wie derzeit noch.

Am Freitag findet zuerst die offizielle ACO-Pressekonferenz in Le Mans statt, danach tagt der Motorsportweltrat des Automobilweltverbands FIA in Paris. Bei beiden werden die neuen Hypercarregeln thematisiert und konkretisiert werden. Man erwartet in Le Mans, dass sich sowohl Toyota als auch Aston Martin zu der neuen Fahrzeuggattung für die Erste Liga bekennen werden.

Die genauen Hintergründe der neuen Klasse stehen in den beiden aktuellen Ausgaben von PITWALK. Wer mitreden will, sollte sich sowohl Heft 48 als auch das neue Heft 49 zu Gemüte führen. Beide erklären viel von dem, was derzeit noch verworren scheint.


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