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06.04.2020

Williams auf Kurzarbeit


Der Überlebenskampf hat begonnen. Beim ohnehin schon angeschlagenen Williams-Formel 1-Team hat am heutigen Montag Kurzarbeit für weite Teile der Belegschaft begonnen. Die Maßnahme gilt zunächst bis mindestens Ende Mai.

Gleichzeitig kürzt die Geschäftsführung sich selbst die Bezüge um 20 Prozent. Auch die Rennfahrer verzichten auf ein Fünftel ihres Salärs.

Die Reaktion von Chefin Claire Williams – der Tochter von Firmengründer Sir Frank Williams – spiegeln das wider, was GT3-Teamchef Franz Konrad in einem bemerkenswert offenen Podcast bereits früher am Montag erklärt hat: Die Teams leiden am schlimmsten und am längsten unter den Folgen der Coronakrise, und die Wirtschaftshilfen der Politik zeigen im Alltag überhaupt keine Wirkung. Der PITCAST ist hier zu hören: https://www.pitwalk.de/pitcast/the-big-one/der-grosse-kampf.

Williams hat als erstes Formel 1-Team die Maßnahmen öffentlich gemacht. Was logisch ist – denn Williams ist an der Börse notiert, muss solche wirtschaftlichen Beschlüsse und Veränderungen, die bilanztechnisch relevant sind und daher den Börsenkurs beeinflussen können, deswegen auch umgehend bekannt machen.

Die Kurzarbeit bei Williams ist nur der Anfang. In der Formel 1 sind drei Teams latent von der Wirtschaftskrise durch Corona betroffen – neben Williams auch Haas und McLaren. Bei Renault geht die Angst um, dass der Mutterkonzern aus Frankreich die Tore jetzt zusperrt, um die Auswirkungen der Zwangsschließungen und der unausweichlich folgenden Wirtschaftskrise aufs Tagesgeschäft zumindest ein bisschen abfedern zu können.

Die Geschäftsführung der Formel 1 reagiert mit einer Verschiebung der neuen Regeln auf 2022. Das senkt aber keine Kosten, sondern verschiebt nur welche: Dann werden die neuen Wagen halt im kommenden Jahr parallel zu den Einsatzkosten für 2021 entwickelt – in genau in jenem Jahr, in dem die Folgen der Wirtschaftskrise richtig reinkrachen werden.

Die kleineren Teams regen deshalb an, die vorgeschriebene Budgetobergrenze, die mit den neuen Regeln kommen soll, auf nur noch 100 Millionen zu senken. Sogar Mercedes ist damit einverstanden – weil auch die Schwaben wissen, dass die Folgen von Corona und Zwangsschließung sich massiv auf ihre Neuwagenverkäufe auswirken werden. Jeder Euro, den man da nicht in die Formel 1 stecken muss, ist in der Wirtschaftskrise hoch willkommen.

Nur Ferrari und Red Bull verweigern sich dem geringeren Höchstetat.


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