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13.06.2019

Vetter-Bericht


Die Corvette C7.R ist das mit Abstand älteste Auto im Feld der GTE-Pro-Wertung. Und die gelben Muscle Cars gehen in ihr letztes Le Mans – ab 2020 kommt die neue Mittelmotorvariante namens C8, womöglich schon mit einem ersten Einsatz beim Petit Le Mans im Herbst diesen Jahres.

Das hat PITWALK in Ausgabe 48 bereits enthüllt. Ebenso wie die Tatsache, dass das Straßenauto noch im Juli in den USA offiziell präsentiert werden wird.

Corvette-Rennleiter Doug Fehan mochte sich selbst in gemütlicher, typisch amerikaner Burgerrunde am Donnerstagmittag nicht festnageln lassen, wie die Planungen für die Renn-C8 ausschauen. Denn die Amerikaner hatten insgeheim – genau wie BMW – darauf gespitzt, dass es künftig doch keine Hypercars für die Erste Liga von Le Mans geben wird, sondern eine aufgespritzte GT-Plus. Dort hinein wäre Corvette mit einer aufgerüsteten Version der neuen Vette eingestiegen.

Da sich diese Pläne morgen auch offiziell zerschlagen haben werden, konzentriert Corvette sich weiterhin auf die GTE. Also de facto die dritte Liga hinter den beiden Prototypenklassen LMP1 und LMP2.

In dieser GTE tobt 2019 in Le Mans der härteste Kampf. Es gibt 16 jederzeit aus eigener Kraft siegfähige Autos. Dazu zählen auch die Großväter von Corvette Racing. Denn die sind für 2019 noch mal so modifiziert worden, dass sie besser dastehen bzw. dahinrollen als im Vorjahr. Wie genau, das werden Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und der Technikdirektor Ben Johnson in unserem Podcast heute Abend ausführlich erzählen. Jedenfalls ist die Vette damit wieder voll siegfähig.

Die Amerikaner starten heuer zum 20. Mal in Folge in Le Mans. Ein Rekord, auf den Burger-Gastgeber Fehan stolz ist: Der sei nicht nur einzigartig in Le Mans, sondern werde womöglich nie gebrochen werden.

Dabei verwies der coole Ami ausdrücklich auf den ganz besonderen Charakter des Rennens in Le Mans. Man spüre in der ganzen Stadt einen Riesenstolz auf dieses Rennen. Die Veranstaltung hätte Le Mans erst bekannt gemacht, jetzt lebe und atme die Stadt den Event wie keine andere. Und im Laufe der Jahre hätten sich viele Freundschaften mit den einheimischen Franzosen ergeben.

Das ist kein Wunder. Denn die Corvette-Amis sind länger in Le Mans vor Ort als alle anderen Teamvertreter. Sie bleiben von vorm Vortest bis nach dem Rennen durchgängig in der Pays de Loire. Nur nach dem Rennen wird's hektisch. Denn zwei Wochen später stehen schon die Sechs Stunden von Watkins Glen an, ein IMSA-Klassiker in den USA. Dort werden dieselben Wagen eingesetzt wie in Le Mans.

Die Boliden kommen freitags nach dem Rennen wieder in Detroit an, werden dann übers Wochenende revidiert und für Watkins Glen startklar gemacht – und binnen fünf Tagen in Schuyler County im Bundesstaat New York ostwärts gebracht.


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