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12.06.2019

Und was macht das Wetter?


Mühsam rumpelt sich der Flieger durch heftige Turbulenzen westwärts, in Richtung Paris. Mitten durch die Wolken. Normaler Weise würde der Kapitän jetzt hochziehen oder ein bisschen weiter unten fliegen. Doch auf der Anreise nach Le Mans am Mittwochmorgen sind alle Auswege versperrt – auf dem Pariser Flughafen Le Bourget, wo vor einigen Jahren das Air France-Concorde-Inferno todbringend endete, findet die alljährliche Flugschau statt, sodass der Luftraum in Richtung Paris und dortselbst heillos überfüllt ist.

Die zugewiesene Route führt deswegen mittenmang durch die die Unruhezonen, sodass die Stewardessen sogar den Bordservice einstellen müssen. Macht nix, man will ja nachher auch nicht mit Tomatensaftflecken statt des PITWALK-Logos auf dem weißen Hemd durchs Fahrerlager von Le Mans staksen.

Während die Tageszeitung so sehr durch den Flieger flattert, dass man den Vettel-Verriss gar nicht ruckelfrei lesen kann, kreisen die Gedanken: Wird das Wetter beim 24 Stunden-Rennen etwa auch so unruhig?

Immerhin herrscht nach der Landung auf dem Charles-de-Gaulle-Flughafen wieder strahlender Sonnenschein, und der TGV-Schnellzug rauscht am Pariser Dauerstau vorbei ebenfalls bei malerischem Wetter noch weiter westwärts.

Was also bringt das Wetter? Selbst hier sollte man nicht Météo France vertrauen – sondern unabhängigen Experten. Die Internetseite von Jörg Kachelmann hat sich in der Vergangenheit als höchst zuverlässig erwiesen – und die prophezeit:

  • Mittwoch während des Freien Trainings noch Regen, abends zur Qualifikation dann trocken, aber frisch bei nur noch etwas über 10 Grad.

  • Donnerstag bis 13 Uhr Niederschlag, danach trocken, heiter und Temperaturen bis 18 Grad, aber eine steife Brise mit Windgeschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Zur Happy Hour gegen Mitternacht, wenn die schnellsten Qualirunden erwartet werden, nur noch 12 bis 14 Grad, sauerstoffreiche Luft – also beste Voraussetzungen für einen spektakulären Showdown um die Startplätze.

  • Freitags während der Fahrerparade, wenn man im Fahrerlager am besten recherchieren kann, weil die meisten Ingenieure noch da, alle anderen aber in der Innenstadt sind, knapp 24 Grad bei leichter Bewölkung. Die Fahrerparade und der Mad Friday in Arnage versprechen also auch eine feine Sache zu werden.

  • Sonnabend leichte Regenwahrscheinlichkeit ab 12 Uhr, stetig zunehmend bis 18 Uhr, ein Start bei 19 Grad und Nässe scheint also realistisch, danach wird's trocken. Und bleibt selbst bis zur Geisterstunde bei 15 Grad.

  • Sonntag zieht zwischen 3.15 Uhr und 6.30 Uhr noch mal eine etwas heftigere Regenfront durch. Die Temperatur sackt dann auf 12 Grad ab. Danach bleibt's trocken – und es wird wieder wärmer, bis an 19 Grad zur Zieldurchfahrt.

Le Mans kann also kommen.


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