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13.06.2019

Neues aus Hypercarhausen


Freitag kommt alles raus. Dann werden der Le Mans veranstaltende ACO und der Weltverband FIA das neue Reglement für die Zukunft der Sportwagen-WM ab der übernächsten Supersaison vorstellen – mit Hypercars als neue Sportgeräte für die Erste Liga.

Der ACO nutzt dazu seine alljährliche Pressekonferenz, die traditionell freitags stattfindet und meist eine ziemlich zähe Angelegenheit darstellt. Doch dieses Jahr wird der Medientermin schon mit Spannung erwartet.

PITWALK-Leser kennen die Hintergründe schon. Trotzdem tut sich in Le Mans hinter den Kulissen weiterhin eine ganze Menge. Denn die Gretchenfrage lautet: Mit welchem Auto kommt Aston Martin, beziehungsweise lässt die englische Sportwagenmarke sich von Red Bull bereedern.

Der ursprüngliche Plan lautete, mit dem Walhalla – dem Sohn der Walküre – zu kommen. So stand's auch in der großen Hintergrundgeschichte, die beim 12 Stunden-Rennen von Sebring recherchiert wurde, in Ausgabe 48.

Doch inzwischen deutet sich an, dass es doch das Modell Valkyrie wird. Deren Sohn wäre nur infrage gekommen, wenn Aston Martin sich den ursprünglichen Plänen angeschlossen hätte, ein Hypercar nach LMP1-Rennwagenvorbild zu bauen – wie es Toyota macht. Weil die Briten sich aus finanziellen Gründen nicht dazu durchringen konnten, den Prototypen-Hypercarweg zu gehen, muss der Plan jetzt umdirigiert werden.

Doch die Walküre ist in allen verfügbaren Varianten schon ausverkauft: als reiner Straßenwagen ebenso wie als Spaßmobil für die Rennstrecke, die auch straßentauglich ist – oder als pures Highperformance-Rennauto, das allerdings nur für private Track Days gedacht ist, nicht als Einsatzfahrzeug.

Das muss man jetzt intern neu denken. Es sollte von Anfang nur maximal 150 Walküren geben. Nun werden die Käufer der einzelnen Rennautos befragt, ob sie sich vorstellen könnten, ihre Wagen an Teams abzugeben und in der Sportwagen-WM einsetzen zu lassen.

Das Modell fährt Aston Martin im GT-Sport schon lange. Herrenfahrer Paul dalla Lana ist Fahrzeugeigner seines eigenes GTE-Amateurboliden. Der Dane Train von Nicki Thiim und Marco Sorensen gehört Jan Struve, einem schwerreichen Landsmann, der Bremsanlagen für Windkrafträder gebaut hat.

Sollten die Valkyrie-Besitzer sich alle gegen Leihgaben ihrer Hypercars für den Rennsport aussprechen, müsste Aston Martin die Stückzahlen der Walküre anheben und mit einer Nachlieferung nachlegen. Auch das würden die Briten tun.

Das Basisfahrzeug ist von Red Bull Advanced Technologies gebaut worden, ein Entwurf von Formel 1-Genie Adrian Newey. Da das Formel 1-Technikzentrum von Red Bull in Milton Keynes auch die Einsatzversion für die LMP1 verantwortet und die Basis dafür in Form des Track Day-Boliden ohnehin schon steht, ist es kein Thema, ob die Walküre rechtzeitig für die erste Supersaison 2020/2021 fertig werden kann.

Damit steht das Gerüst für eine Hypercarklasse wie in PITWALK veröffentlicht: mit Toyota, Aston, byKolles und Glickenhaus.


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