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19.01.2016

Daily Dakar, Episode 18: Umfrage mitmachen, diesen fetten Wandkalender gewinnen


Das war’s nun also. Die große Heimreisewelle hat begonnen, heute und morgen kommen alle wieder in Europa an, die sich aus hiesigen Gefilden bei der Rallye Dakar zwei Wochen lang abgeplagt haben.

Was bleibt von der Jagd nach dem Goldenen Beduinen? Zuerst einmal eine Grunderschöpfung, die ein paar Nächte tiefen Schlafes und ein paar Tage ohne zu viel Hektik braucht.

Das geht bei mir schon mal nicht, denn ich stecke mit unserem Team schon wieder mitten in der Produktion der nächsten Ausgabe unserer Zeitschrift PITWALK. Aber für die Sportler war’s mit Sicherheit auch anstrengender und schmerzhafter als für uns Journalisten.

Vor allem aber treibt mich die Frage um: War das nun eine gute Dakar – oder nicht?

So ganz einig bin ich mir da mit mir selbst nicht.

Auf der einen Seite war die erste Woche in Argentinien eine Rallye; im Sinne von Wettfahrt gegen die Uhr, nicht im Sinne von Marathonrallye. Zu viele Wege und Pisten, zu wenig Orientierung, zu wenig offenes Gelände. Allerdings war die Woche spürbar härter als etwa ein Rallye-WM-Lauf, weil die Fahrtstrecken länger und dazu noch schneller und fahrerisch schwieriger waren. Ein bisschen Marathoncharakter hatte die Woche doch, auch wenn jegliches navigatorisches Element fehlte.

Auch die Tage in Bolivien hatten für mich durchaus etwas von einer echten Dakar; von einer Dakar der anderen Art zwar, denn es ging nicht um Hitze und gleißende Sonne in der Wüste. Aber die extreme Höhenlage und die sauerstoffarme, dünne Luft forderten die Akteure bis aufs Äußerte, viele mussten über die Grenzen der eigenen Zumut- und Belastbarkeit hinaus gehen. Das ist typisch für die härteste Marathonrallye der Welt, es ist einfach nur eine andere Art der Härte, aber der Härtegrad hat gestimmt.

In der zweiten Woche sollte dann der komplette Dakar-Charakter in die drei Tage der argentinischen Wüste gepresst werden. Da war es so heiß, dass Etappen abgebrochen und Kühltransporter aufgestellt werden mussten, um die Privatfahrer und Amateure vor dem Hitzschlag zu bewahren.

Die klimatischen Extreme – der heftige El Niño-Regen in Argentinien gehört da auch dazu – und die auch navigatorisch schwierigen Tage im extrem weichen Wüstensand der weißen Dünen lassen mich meinen: Das war eine Rallye Dakar, die es in sich hatte.

Doch die Überzahl der rein fahrerisch dominierten Wege im Gesamtanteil der Rallyeroute schürt das Misstrauen, dass ein zu hoher Argentinien-Anteil der Rallye ihren Charakter als Ausdauer-Abenteuer im Grenzbereich raubt.

Was meinen Sie?

Diskutieren Sie mit auf unserer Facebook-Seite http://www.facebook.com/Pitwalkmedia. Ich freue mich auf viele interessante Stimmen und fundierte, sachliche Meinungen. Unter allen Beiträgen verlosen wir zudem einen Motorsport-Kalender von unseren Freunden vom Team Motopark – ein Wandkalender im XXL-Format mit 13 aufwändig gestalteten Motorsport-Gemälden von Künstler Thomas Cavelius.

Also: Posten Sie schnell Ihre Meinung zur diesjährigen Dakar unter dem entsprechenden Aufruf auf unserer Facebook-Seite – und gewinnen Sie Ihren fetten Wandkalender für die Saison 2016.

Sie können unsere Frage natürlich auch über unseren Twitter-Account http://www.twitter.com/Pitwalkmedia beantworten. Hauptsache, wir hören von Ihnen.

Denn Ihre Meinung ist uns wichtig!


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