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16.10.2019

All Four Won


Es wird eine der Storys des Jahres. In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift PITWALK erfahrt Ihr exklusiv alle technischen Hintergründe und Neuerungen des jüngsten Porsche 911 RSR. Also des Autos, das in der Sportwagen-WM bereits fährt – und das die Nachfolge von jenem Modell angetreten hat, mit dem Earl Bamber und Laurens Vanthoor am Sonnabend den Titel in der nordamerikanischen IMSA-Serie gewonnen haben.

Dazu haben wir sowohl die Fahrer als auch die Ingenieure befragt – und all‘ das zu einer großen Technikgeschichte verwoben, die tiefere Einblicke in den neuen Renn-Elfer erlaubt als bislang je irgendwo gelesen.

Das ist aber auch nötig, denn der neue 911 RSR tapst in große Fußstapfen: 13 Siege, 34 Podestplätze, Titel in der FIA World Endurance Championship und der IMSA WeatherTech SportsCar Series sowie Triumphe bei den großen Klassikern in Le Mans, Sebring und auf der Road Atlanta – das ist die Bilanz seines Vorgängermodells nach 50 Werkseinsätzen.

Als Porsche den 911 RSR, der auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS basiert, im Herbst 2016 auf der Los Angeles-Autoschau präsentiert, gerät die Fachwelt ins Staunen. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart zeigt ein kompromissloses Rennfahrzeug, rückt dabei vom traditionsreichen Heckmotorkonzept ab. „Durch die Positionierung des Antriebs vor der Hinterachse haben wir am Heck neuen Raum für den wichtigen Diffusor geschaffen. Außerdem ging damit eine Verbesserung der Gewichtsverteilung einher. Diese Faktoren haben nicht nur das Auto schneller gemacht, sondern auch für eine optimierte Reifennutzung gesorgt“, erklärt Pascal Zurlinden, der Gesamtprojektleiter für Werksmotorsport. „Das neue Konzept war mutig, hat sich aber absolut ausgezahlt“, sagt Fritz Enzinger, der Leiter von Porsche Motorsport.

Bereits in seiner Debütsaison 2017 wird das enorme Potenzial des Porsche 911 RSR deutlich. In den neun Rennen des Jahres der Sportwagen-WM fahren die Werkspiloten insgesamt neun Podestplätze ein. Dem Österreicher Richard Lietz und seinem französischen Kollegen Frédéric Makowiecki fehlen am Ende der Saison als Zweitplatzierte der Fahrermeisterschaft nur acht Zähler zum Titelgewinn. Der Supersaison der Sportwagen-WM in den Jahren 2018/2019 drückt der Porsche 911 RSR dann seinen Stempel auf.

Nach einem Podesterfolg zum Auftakt in Spa-Francorchamps stemmt Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans 2018 den größten GT-Werkseinsatz in seiner Geschichte. Vier Werksautos treten beim Klassiker in Frankreich an, zwei davon in historischen Designs. Die Autos in der an den Rothmans-Look der achtziger Jahre angelehnten Beklebung und im Sauen-Dekor erobern sofort die Herzen der Fans. Diese beiden Fahrzeuge sind es, die auch das Geschehen auf der Strecke bestimmen. In 3:47,504 Minuten stellt Gianmaria Bruni im Qualifying einen neuen Rundenrekord für GTE-Fahrzeuge auf. Im Rennen setzt sich das Schwesterauto durch. Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor siegen vor ihren Werksfahrerkollegen Lietz, Bruni und Makowiecki. Porsche übernimmt durch den Le Mans-Triumph die Führung in allen GT-Meisterschaftswertungen und gibt diese nicht mehr ab. Auf dem Weg zum Gewinn der Weltmeisterschaft siegt der Porsche 911 RSR auch beim Sechsstundenrennen in Fuji und im Lauf über 1.600 Kilometer in Sebring.

Am 28. Januar 2017 stellt sich der damals brandneue Porsche 911 RSR erstmals der Konkurrenz. Die Rennpremiere ist gleich eine harte Bewährungsprobe: Das 24 Stunden-Rennen in Daytona. Der 911 RSR meistert diese mit Bravour. Das rund 510 PS starke Fahrzeug agiert über die gesamte Distanz im Spitzenfeld. Patrick Pilet, Dirk Werner und Makowiecki überqueren die Ziellinie nach 24 Stunden mit einem Rückstand von nur 2,988 Sekunden auf dem zweiten Platz. Allen Beobachtern wird sofort klar: Der Porsche 911 RSR ist ein Titelkandidat. Dies unterstreichen die Fahrerpaarungen Pilet/Werner und Vanthoor/Bruni im Juli 2017 mit einem Doppelerfolg in Lime Roc und mit dem Gewinn des Nordamerikanischen Langstreckenpokals.

In der Saison 2018 folgen Siege bei den großen Klassikern in Sebring und auf der Road Atlanta beim Petit Le Mans sowie im Sprintrennen in Mid-Ohio. Der Porsche 911 RSR ist nun reif für Titel. Und genau diese folgen im Jahr 2019. Porsche gelingen im harten Wettbewerbsumfeld der Klasse sechs Saisonsiege, darunter Triumphe bei den Langstreckenklassikern in Watkins Glen und Sebring sowie beim spektakulären Sprint in den Straßen von Long Beach vor den Toren von Los Angeles. Das Porsche GT Team feiert fünf Siege in Folge – ein neuer Rekord in der Kategorie.

Der krönende Abschluss bildet im Oktober 2019 der letzte Renneinsatz des Erfolgsrenners 911 RSR beim Petit Le Mans im geschichtsträchtigen Design des Getränkegiganten Coca-Cola. Mit den Plätzen fünf und sechs sichert sich Porsche souverän den Hersteller- und Teamtitel. Earl Bamber Neuseeland und Laurens Vanthoor bezwingen ihre Werksfahrerkollegen Patrick Pilet und Nick Tandy Großbritannien im Duell um die Fahrermeisterschaft. Die beeindruckende Gesamtbilanz des Porsche 911 RSR in der nordamerikanischen Sportwagenserie: zehn Siege und 15 Podestplätze in 33 Rennen.

Beim Finale in Georgia wart Ihr ja schon hautnah dabei – dank unserer vielen Podcasts direkt aus dem Fahrerlager und der Boxengasse. In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift PITWALK schlagen wir nun das nächste Kapitel auf – die große Technikanalyse des neuen 911. Wer möchte, kann das Heft ja schon vorbestellen – mit einer Mail an shop@pitwalk.de oder über den Shop auf dieser Internetseite. Denn neben dem Elfer ist das Magazin auch wieder gespickt mit weiteren einzigartigen, selbstgesetzten Themen von der Langstrecke, aus der Formel 1 und dieses Mal auch aus der Formel E und der Rallye-WM, wobei letztere beiden Artikeln aufgrund ihrer kontroversen und kritischen Inhalte sicher wieder für viel Gesprächsstoff sorgen werden.

Eine Vorbestellung von Ausgabe 51 lohnt sich also bestimmt – wenn Ihr Exklusives von Porsche erfahren und bei den anstehenden Diskussionen über die Formel E und die Rallye-WM mitdebattieren möchtet.


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